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Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum

In memoriam

S.K.K.H. des Prinzen Don Luiz de Orléans und Bragança, Chef des Kaiserhauses Brasilien, verstarb, nach langer mit Geduld ertragener Krankheit, am vergangenen 15. Juli in São Paulo im Alter von 84 Jahren.

Sein Tod ereignete sich im zweihundertsten Jahr der Unabhängigkeit Brasiliens, die 1822 von seinem Ur-Urgroßvater Dom Pedro I. ausgerufen wurde. Er wurde beigesetzt auf dem Friedhof Consolação der Hauptstadt São Paulo.

Mit dem Tod des Prinzen Dom Luiz wird sein Bruder, Prinz Dom Bertrand von Orléans und Bragança, Oberhaupt des brasilianischen Kaiserhauses.

Präsident Jair Bolsonaro verordnete per Dekret einen Tag der Staatstrauer für das ganze Land zu Ehren des verstorbenen Prinzen.

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Kurzbiographie herausgegeben von Pro Monarquia – Brasilien

Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit, der erhabene Herr Dom Luiz Gastão Maria José Pio Miguel Gabriel Rafael Gonzaga de Orléans und Bragança, Oberhaupt des kaiserlichen Hauses Brasilien, Prinz von Brasilien, Prinz von Orléans und Bragança war, von 1981 bis 2022, der legitime Verwahrer der Rechte auf den Thron und der Krone Brasiliens – de jure, Verfassungsmäßiger Ewiger Verteidiger Brasiliens.

Kindheit

Dom Luiz wurde am 6. Juni 1938 in Mandelieu-la-Napoule, Südfrankreich, als erstes von zwölf Kindern von Prinz Pedro Henrique de Orléans und Bragança, Oberhaupt des brasilianischen Kaiserhauses, und seiner Frau, Prinzessin Dona Maria von Bayern von Orléans und Bragança, geboren.

Kaiserliche Prinz von Brasilien, der die dynastischen Rechte seines Vaters erben sollte, wurde er im brasilianischen Generalkonsulat in Paris registriert.

Seine Paten waren sein Onkel mütterlicherseits, Prinz Ludwig von Bayern, und seine Großmutter väterlicherseits, die Kaiserliche Prinzessinwitwe von Brasilien, Dona Maria Pia von Bourbon-Sicilias de Orléans und Bragança.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa im Mai 1945 konnte die brasilianische kaiserliche Familie endlich ins Mutterland zurückkehren und damit das ungerechte und schmerzhafte Exil beenden, das durch den republikanischen Putsch vom 15. November 1889 über die kaiserliche Familie verhängt worden war.

Bis 1951 lebten sie in Rio de Janeiro und Petrópolis, dann zogen sie in den Norden des Bundesstaates Paraná, damals die große landwirtschaftliche Grenze Brasiliens, wo sie auf der Farm São José in Jacarezinho und ab 1957 auf der Farm Santa Maria in Jundiaí do Sul lebten.

Bildung

Dom Luiz studierte an den Schulen Coração Eucarístico und Santo Inácio in Rio de Janeiro sowie am Kolleg Cristo Rei in Jacarezinho. Anschließend ging er nach Europa, wo er Politik- und Sozialwissenschaften an der Universität Paris (Frankreich) und Chemie und Physik an der Universität München (Deutschland) studierte.

Nach seinem Abschluss als Chemieingenieur kehrte er 1967 nach Brasilien zurück, ließ sich in São Paulo nieder und übernahm die Leitung des Sekretariats seines Vaters, der damals in Sítio Santa Maria, in Vassouras, einem ehemaligen Kaffeeanbaugebiet des Kaiserreichs im Mitte-Süden des Bundesstaates Rio de Janeiro, lebte.

Seine moralische und religiöse Ausbildung wurde von Dr. Plinio Corrêa de Oliveira ergänzt, einem bedeutenden katholischen Denker und Monarchisten, einem Jugendfreund seines Vaters und Gründer der Brasilianischen Gesellschaft zur Verteidigung von Tradition, Familie und Eigentum (TFP), deren gute Arbeit in der ganzen Welt durch Mitbrüdervereinigungen und in Brasilien durch das verdienstreiche Institut Plinio Corrêa de Oliveira (IPCO) fortgesetzt wird.

  1. Luiz war von Anfang an, d.h. seit 1960, Mitglied der TFP und gehörte dem angesehenen Direktorium der IPCO an.

Neben Portugiesisch sprach er fließend Französisch und Deutsch und verstand gut Italienisch, Englisch und Spanisch.

Chef des Kaiserlichen Hauses von Brasilien

Mit dem Tod seines Vaters am 5. Juli 1981 wurde er zum Oberhaupt des brasilianischen Kaiserhauses und trug mit seinem berühmten „Brief an die Mitglieder der verfassungsgebenden Nationalversammlung“ von 1987 entscheidend zum Fall der „Petrinischen* Klausel“ bei, einer verfassungsrechtlichen Konstruktion, die die Monarchisten außerhalb des Gesetzes stellte. (* leitet sich ab vom Namen des abgesetzten und ins Exil verbannten Kaisers Pedro II.)

In den folgenden vier Jahrzehnten reiste er durch ganz Brasilien, nahm an Monarchistische Treffen und ähnlichen Veranstaltungen teil und versuchte stets, mit der lebendigen Realität der Nation in Kontakt zu kommen. Er reiste auch in die Vereinigten Staaten und nach Europa, hielt Vorträge, nahm an kulturellen Veranstaltungen teil und war bei wichtigen Anlässen der europäischen Königshäuser anwesend.

Als Kaiser „von Rechts wegen“ versuchte er, sich durch Pressemitteilungen und Verlautbarungen an die Nation zu wenden, wann immer dies angebracht war. Darüber hinaus führte er eine umfangreiche Korrespondenz und gewährte Gespräche mit Monarchisten aus dem ganzen Land, Interviews an Journalisten und anderen Brasilianern, die unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit seine Meinung zu einer Vielzahl von Themen erfahren wollten.

Vorlieben und Hobbys

In seiner Freizeit widmete er sich ernsthafter und ausgiebiger Lektüre, vor allem historischer und soziologischer Themen, und verfolgte alles, was in Brasilien und im Ausland geschah.

In seiner Jugend übte er sich im Reiten und Jagen und gewann in letzterem Sport sogar einige Trophäen. In jüngster Zeit hat er seine Vorliebe für die Fotografie wiedergefunden und erwies sich als Erbe der künstlerischen Ader auf beiden Seiten seiner Familie.

Er war auch ein Liebhaber der klassischen Musik, mit einer besonderen Vorliebe für die Werke brasilianischer Komponisten der Barockschule.

Ehrerweisungen

Er war Souverän und Großmeister der kaiserlichen Orden Unseres Herrn Jesus Christus, von São Bento de Avis, von Santiago da Espada, von Cruzeiro, von Pedro I. und der Rose (Kaiserhaus von Brasilien); Großkreuzvogt der Ehre und der Andacht des Souveränen Militärhospitalordens von Sankt Johannes von Jerusalem, von Rhodos und von Malta (Malteserorden); Großkreuz des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (Heiliger Stuhl); Großkreuz des Königlichen Militärischen Ordens Unserer Lieben Frau von der Empfängnis von Vila Viçosa (Königshaus Portugal); und Großkreuz des Heiligen und Militärischen Konstantinischen Ordens vom Heiligen Georg (Königshaus der Zwei Sizilien).

Quelle: p-c-o.blogspot.com

Fotos: IPCO

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