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Petition

Ein Appell an die österreichischen Bischöfe

abaixo assinado 4 - Petition

Nach mehr als fünfzig Tagen der Einschränkungen zur Spendung der Sakramente, war es den österreichischen Gläubigern auch nicht möglich an sechs Sonntagen, die Sonntagspflicht der heiligen Messen zu erfüllen. Darunter befand sich auch das österliche Triduum. Nun haben wir die Meldung vernommen, dass es erst ab dem 15. Mai möglich sein wird, wieder Zugang zu den Sakramenten zu haben, jedoch mit Einschränkungen.

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Diese Einschränkungen sind größer als die, die für den Handel gelten. Kulturministerin Susanne Raab betonte, dass die Maßnahmen weder als „Gesetz“ noch als „Vorschriften“ oder „Dekrete“ von der Regierung auferlegt wurden.
Wie genau dieser Zugang unter Einschränkungen ab den 15. Mai sein wird, ist bis jetzt nicht bekannt.
Aus diesem Grund wendet sich TFP Österreich an die österreichischen Bischöfe mit einem „ergebenen Appell“, dem alle österreichischen Katholiken eingeladen sind, mit ihrer Unterschrift sich anzuschließen.

Petition

Hochwürdige Exzellenzen,

mit Blick auf die Mater Dolorosa richten wir diese ergebene Bitte an Sie.

Die Zustände, denen Österreich und ein großer Teil der Welt während der gegenwärtigen Corona-Pandemie (SARS-CoV-2), des Coronavirus, ausgesetzt sind, könnten uns in eine Situation bringen, die weit über das hygienische Chaos hinausgeht.

Wir stehen bereits teilweise schon vor einer gesellschaftlichen Verwirrung und haben den Eindruck, dass der Ausbruch eines sozialen, wirtschaftlichen, institutionellen Chaos in der Luft liegt, vor allem aber befürchten wir eine große geistliche Verwaisung.

Als der hl. Karl Borromäus Kardinal-Erzbischof von Mailand war, brach in der Region eine schreckliche Epidemie aus.

Welche Schritte hat er unternommen?

Er rief auf zum privaten und öffentlichen Gebet, bat um Unterstützung der Betroffenen und führte drei allgemeine Prozessionen an, „um den Zorn Gottes zu besänftigen“ und predigte darüber, wie die Sünden die göttliche Bestrafung herbeirufen.

Auf diese Weise waren diese Plagen nicht nur eine Bestrafung, sondern auch eine Gelegenheit zur Bekehrung.

Was wir derzeit in Österreich sehen, ist das Gegenteil:

– die Einschränkung der Sakramente, die Hauptquelle der göttlichen Gnaden; die Unmöglichkeit, die Kommunion, die Taufe, das Ehesakrament zu empfangen; die drastische Reduzierung der Krankenbesuche, denen die sakramentale Absolution der Sünden und die Letzte Ölung entzogen wird; die fast vollständige Aufhebung des religiösen Beistands der Gläubigen; das Fehlen eines Aufrufs zu Bußhandlungen, zur Bekehrung, zu Lebensveränderung.

Diese Haltung, die eine große Anzahl von Geistlichen in Österreich einnimmt, gefährdet in hohem Maße:

  1. Das geistliche Leben der Gläubigen, das bereits durch die aggressive Unmoral, den zynischen Laizismus und die herrschende Gottlosigkeit geschwächt ist;
  2. Die Glaubwürdigkeit derer, die die Herde auch in schwierigen Zeiten hüten sollten.

Diese religiöse Bedürftigkeit findet zur gleichen Zeit statt, als wir sehen, dass Ärzte und Angehörige der Gesundheitsberufe, die nicht um die Schließung von Krankenhäusern bitten, sondern selbstlos die Kranken betreuen, auch wenn die Gefahr einer Ansteckung besteht, um dem Berufseid, den sie geleistet haben treu zu bleiben.

Ist Pflege des Leibes wichtiger als die der Seele?

Ebenso bleiben Apotheken und Krankenhäuser geöffnet. Ist es nicht eine noch größere Verpflichtung der Hirten, für das ewige Heil der Seelen zu sorgen?

Österreich hat bereits schwierige Zeiten der Pest durchgemacht und wusste in diesen Momenten, wie man auf göttliche Hilfe zurückgreift, und es wurde ihm geholfen, wie Dutzende von Pestsäulen in unserem Land davon Zeugnis geben. Auch die Karlskirche in Wien wurde erbaut zum Dank an den göttlichen Beistand während der letzten großen Pestepidemie in dieser Stadt.

Das Maß der Einschränkung des Zugangs zu den Sakramenten auf unbestimmte Zeit ist in der Geschichte beispiellos.

Es beraubte uns des heiligen Triduums der Karwoche und Ostern. Das 3. Gebot der Kirche, das die Osterkommunion vorschreibt, konnte wegen eines Virus nicht erfüllt werden. Das göttliche Heilmittel wurde unter dem Vorwand der Bekämpfung der Krankheit verboten!

Solche Maßnahmen führen unweigerlich zu ernsthafter Ratlosigkeit bei unzähligen Gläubigen: Wenn wir während einer Epidemie, die proportional kleiner ist als andere, die in der glorreichen Vergangenheit der Heiligen Kirche aufgetreten sind, vom Klerus verlassen werden, was wird dann demnächst in ähnlichen oder noch schlimmeren Situationen geschehen?

Wie können die Gläubigen in Zukunft jemandem vertrauen, der sich seiner Pflicht entzieht, für die ewige Erlösung zu sorgen, um seine eigene körperliche Gesundheit über die geistige Gesundheit ganzer Städte zu stellen?

Täuschen Sie sich nicht, Exzellenzen, denn die Fortsetzung eines solchen Verhaltens kann zu einer ungeheuren Apostasie führen, vor dem Pater Yoannis Lahzi Gaid, päpstlicher Sekretär, als seine Pflicht sah, die Bischöfe zu warnen:

„In der Epidemie der Angst, in der wir aufgrund des Coronavirus leben, riskieren wir, uns eher wie Mietlinge als wie Hirten zu verhalten. Ich denke an die Menschen, die sicher die Kirchen verlassen werden, wenn dieser Albtraum vorüber ist, weil die Kirche sie dann verlassen hat, als sie sie brauchten. […] Das man nie sagen könne: „Ich gehe nicht in die Kirche, die nicht zu mir kam, als ich in großer Not war.“ (Crux, 15.03.2020)

Die ergreifenden „Klagelieder“ des Propheten Jeremias kommen uns in den Sinn, wenn er den Zustand Jerusalems, der heiligen Stadt des Alten Testaments, nach dem Abzug seines in Gefangenschaft genommenen Volkes beschreibt:

„Ach, wie sitzt so einsam die Stadt, die an Volk einst so reich! […] Heftig weint sie des Nachts, ihre Wangen sind tränenbedeckt. Sie findet keinen Tröster unter all ihren Geliebten. […] Es trauern die Wege nach Zion, da niemand zum Fest kommt; all ihre Tore sind verwüstet. […] In diesen Tagen der Not und Unrast gedenken wir all unserer Kostbarkeiten, die wir einstmals besaßen.“ (Klgl 1,1-2,7)

Deshalb bitten wir Eure Exzellenzen die Spendung der Sakramente, insbesondere der Taufe, der Eucharistie, der Beichte und der Krankensalbung wieder aufzunehmen und sie allen Österreichern zugänglich zu machen, damit das berühmte Sprichwort Amicus certus in re incerta cernitur (den wahren Freund erkennt man in ungewissen Zeiten) auf österreichische Geistliche angewendet werden kann.

Damit die Gläubigen den Psalm 122 einst wiederholen können: „Laetatus sum in his quae dicta sum mihi, in domum Domini ibimus“ – „Ich freute mich, als man mir sagte: Zum Hause des Herrn wollen wir gehen“.

Dies ist die Bitte der österreichischen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum und aller betroffenen Katholiken, die sich ihr anschließen.

Hochachtungsvoll

[Ihr Name]

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Foto: G. Monteiro – Karlskirche, Wien. 

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