Gabriel Zeymer
Gestern, dem 30. Juni, am letzten Tag des Monats, erschien in „Der Standard“ ein Artikel über unsere Plakataktion, mit der wir den Monat Juni wieder dem Heiligsten Herzen Jesu widmen möchten.
„Der Standard“ hat den Werbeanbieter Gewista kontaktiert, um Druck gegen unsere Plakataktion auszuüben. Der Titel des Artikels lautete:
„Gewista verteidigt queerfeindliche Plakate: ‚Muss möglich sein‘, Pride Month abzulehnen
Die religiösen Extremisten der Gesellschaft für Tradition, Familie und Privateigentum hatten für den ‚Herz-Jesu-Monat‘ geworben.“
Stellen Sie sich vor: Ein solches Plakat mit dem Heiligsten Herzen Jesu wird nun als etwas Extremistisches bezeichnet!
Der Artikel führt weiter aus:
„Bis vor kurzem fanden sich allerdings vor allem in Wien Dutzende Plakate, die Menschen per QR-Code auf eine LGBTIQ-feindliche, katholisch-fundamentalistische Webseite führen. ‚Juni ist der Herz-Jesu-Monat‘ ist auf der Werbung zu lesen, mitsamt einem großen Bild des christlichen Heilands. Wer den Code einscannt, kommt zur Österreichischen Gesellschaft für Tradition, Familie und Privateigentum (TFP). Dabei handelt es sich um eine der extremsten Gruppierungen des politischen Katholizismus.“
Hier ist unser Plakat abgebildet. Es zeigt deutlich, dass es weder extremistisch noch politisch noch fundamentalistisch ist. Offenbar vermag „Der Standard“ den katholischen Glauben jedoch nicht wertzuschätzen.
Immerhin ist die Antwort des Werbeanbieters Gewista vernünftig:
„Sujets würden nur dann abgelehnt, wenn sie rechtswidrig seien und im gegebenen Kontext etwa den Tatbestand der Verhetzung verwirklichen würden. Das sei nicht der Fall, auch wenn der Hintergrund eine Gegenposition zum Pride-Monat sei.“
Der Artikel zeigt, dass „Der Standard“ unsere Website offenbar durchsucht hat, um etwas Extremistisches, Radikales, politisch Orientiertes oder Fundamentalistisches zu finden. Es ist klar, dass diese Suche nicht gelungen ist. Hätte man jedoch guten Willen, hätte man diese Erklärung gefunden:
Erklärung unserer Absichten und Beweggründe
Mit der Veröffentlichung dieser Webseite beabsichtigen wir weder, jemanden zu verleumden noch herabzusetzen. Wir werden nicht von persönlichem Hass gegen irgendeine Person geleitet. Unser einziges Anliegen bei der intellektuellen Auseinandersetzung mit Personen oder Organisationen, die die homosexuelle oder transgender Bewegung fördern, ist die Verteidigung der traditionellen Ehe, der Familie und der kostbaren Überreste der christlichen Zivilisation.
Als praktizierende Katholiken sind wir von Mitgefühl erfüllt und beten für jene, die gegen die unerbittliche und heftige Versuchung zur homosexuellen Sünde oder zu irgendeiner anderen Sünde kämpfen. Wir beten für jene, die aus menschlicher Schwäche in homosexuelle Sünde fallen, damit Gott ihnen mit seiner Gnade beistehe. Wir sind uns des gewaltigen Unterschieds bewusst zwischen jenen Menschen, die mit ihrer Schwäche ringen und sich bemühen, sie zu überwinden, und anderen, die ihre Sünde zu einem Anlass des Stolzes machen und versuchen, ihre Lebensweise der gesamten Gesellschaft aufzuzwingen – in offenem Widerspruch zur traditionellen christlichen Moral und zum Naturrecht.
Fakt ist: Heuer war es in Österreich noch möglich, für den Monat des Heiligsten Herzens Jesu zu werben.










