Am 8. Februar war der letzte Tag der blasphemischen Ausstellung „Du sollst ein Bild machen“ im Künstlerhaus- Vereinigung Wien.
Trotz vieler Widerstände und trotz einiger Petitionen zur Schließung der Ausstellung ist die geplante Öffnungszeit gehalten.
Zwei Gebets-Sühne-Akten sind vor dem Künstlerhaus mit Dutzenden von Katholiken durchgeführt und eine Petition hat mehr als 39.000 Unterschriften gesammelt.
Die Antwort von Frau Präsidentin des Künstlerhauses, Tanja Prušnik, war: „Diesen Forderungen nach Schließung sowie auch allen kunstfeindlichen Äußerungen in diesem Zusammenhang treten wir entschieden entgegen. In Österreich ist die Freiheit der Kunst ein verfassungsrechtlich geschütztes Grundprinzip, das die demokratische Kultur prägt, kritische gesellschaftliche Reflexion ermöglicht und durch den Staat aktiv unterstützt wird.“
Wenn so viel Widerstand geleistet wurde und nicht destotrotz die Ausstellung keine Änderung hat, könnte jemand fragen, ob dieser Widerstand sinnvoll war.
Jede menschliche Aktion, sowohl gut als auch schlecht, hat immer Konsequenzen in zwei Ebenen: die temporale Ebene und die geistliche Ebene.
Nach katholischer Lehre muss jeder Mensch am Ende seines Lebens vor dem Gericht Gottes Rechenschaft ablegen. Sowohl diejenigen, die an Gott glauben, als auch diejenigen, die sich bemühen, ihn zu vergessen oder zu beleidigen. Nach katholischer Lehre wird jeder Mensch vor Gott für seine Gedanken, Worte, Taten und Unterlassungen Rechenschaft ablegen müssen.
Um zu betrachten, ob Widerstand gegen Blasphemie sinnvoll ist, sollen wir zuerst vier Widerreden beantworten.
Widerrede 1: Es lohnt sich nicht, der Blasphemie entgegenzukommen. Das macht nur Werbung.
Im Gegenteil: Blasphemie unwidersprochen hinzunehmen heißt, sie zu dulden. Wer schweigt, unterstützt sie indirekt. Das macht außerdem auch Nichtgläubige darauf aufmerksam, dass es Menschen (insbesondere Gläubige) gibt, die nicht wollen, dass man sich über den Glauben lustig macht.
Widerrede 2: Gott muss nicht verteidigt werden.
Gott muss verteidigt werden. Das ist die Pflicht eines jeden Christen.
„Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“ (5Mo 6,5; Mt 22,37; vgl. 2Kön 23,25)
Unser Herr hat sogar absichtlich gemacht, dass er dieses christliche Zeugnis möchte: „Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“ Mt 10,32-33
Widerrede 3: Es gibt so viel Blasphemie auf der Welt, man soll nur beten und Sühne leisten.
Gebet und Sühne sind unerlässlich, doch sie dürfen nicht zur Ausrede für Untätigkeit werden. Dem Glauben müssen auch Taten folgen. Blasphemie ist nicht nur eine private Verfehlung, sondern eine öffentliche Sünde, die Gott und die gesamte Gemeinschaft betrifft. Deshalb verlangt öffentliche Blasphemie auch eine öffentliche Wiedergutmachung und ein klares Zeugnis des Glaubens.
Widerrede 4: Die Betreiber von Blasphemie sind mächtig und werden von einflussreichen NGOs sowie sogar mit staatlichen Geldern unterstützt. Dagegen haben wir keine Chance.
Der Kampf der Katholiken gilt jeder einzelnen Seele. Die Befürworter der antichristlichen Revolution mögen zwar über wirtschaftliche Mittel verfügen, aber wir haben die Freude, die Wahrheit zu kennen und auf die Gnade Gottes zählen zu können.
Hier ist, was Prof. Plinio Correa de Oliveira dazu geschrieben hat:
„Wenn die Menschen sich zur Zusammenarbeit mit der Gnade Gottes entschließen, ereignen sich die Wunder der Geschichte: So kam es zur Bekehrung des römischen Reiches, zur Entstehung des Mittelalters, zu der von Covadonga ausgehenden Rückeroberung Spaniens; alle diese Ereignisse sind das Ergebnis großer Wiedererweckungen der Seelen, für die auch ganze Völker empfänglich sind. Diese Art von Wiedererstehen erweist sich als unbesiegbar, denn ein tugendhaftes Volk, das seinem Gott in wahrer Liebe anhängt, ist nicht zu überwinden.“ (Revolution und Gegenrevolution- Plinio Correa de Oliveira)
Blasphemie ist ein Angriff direkt auf Gott mit schlimmen Konsequenzen für die Gesellschaft und die Familie. Werden Gott und Religion nicht respektiert, hat das auch negative Auswirkungen auf die Eltern und die zivile Autorität.
Die TFP Österreich bedankt sich für jede einzelne Unterstützung und jedes Sühnegebet, das geleistet wurde, und wir sind sicher, dass der Widerstand wichtig und notwendig war.
Niemand hat das Recht, die Gottesmutter oder die Heilige Kirche zu verhöhnen. Wer die Mutter Gottes oder ihre Heilige Kirche entehrt, richtet seine Lästerung gegen Christus selbst. Als ihre Kinder und treue Verehrer sollen wir stets erhobenen Herzens bereitstehen, sie zu preisen und zu verteidigen: Ihre Kinder stehen auf und preisen sie in seliger Freude (Spr 31,28)
