„Ihre Kinder stehen auf und preisen sie selig“

„Surrexerunt filii ejus, et beatissimam prædicaverunt“ Spr 31,28

Nein, als Katholiken können wir nicht tatenlos zusehen, wie unsere liebe Frau, unser Herr und die Heilige Kirche verspottet werden, denn das wäre eine Schande.

Ja, es ist unsere Pflicht, die Ehre der Muttergottes zu verteidigen und für die Lehre der Kirche einzutreten, überall, wo notwendig ist.

Eine Woche vor dem Beginn der Adventszeit hat der Künstlerhaus-Vereinigung eine blasphemische Ausstellung mit künstlichen Werken von mehr als 40 Pseudo-Künstlern, die nur über das Christentum mit Parodien betrachten und fast immer auf eine beleidigende oder verspottete Weise.  Diese Ausstellung geht durch die ganze Advent- und Weihnachtszeit und wird bis 8. Februar geöffnet. 

Hier können Sie einige Beschreibungen vom Küstlerhaus lesen.

Unterschrift Sammlungen

TFP Österreich hat eine Petition zur Schließung der blasphemischen Ausstellung der Künstlerhaus-Vereinigung gestartet. Daraufhin ist eine Welle der Empörung unter Katholiken weltweit entstanden. Die gleiche Petition wurde auch in Amerika und Polen ins Leben gerufen und die gesamte Sammlung bisher verfasst 38.258 Unterschriften.

Ein Übergabetermin wurde für den 9. Dezember mit dem Kurator der Ausstellung vereinbart, jedoch kurz vorher einstimmig abgesagt, da er nicht zulassen wollte, dass die Übergabe mit Foto und Film dokumentiert wird.

Reaktionen

Die polnische Aktion „Polska Katolicka, nie laicka” entdeckte, dass die polnische Botschaft in Wien Partner des Künstlerhauses ist. Mit dieser Information wurden ein offener Brief sowie einige Artikel verfasst. Die polnische Botschaft antwortete auf ihrer Facebook-Seite wie folgt:

„OFFIZIELLE STELLUNGNAHME DER BOTSCHAFT DER REPUBLIK POLEN IN WIEN

Im Zusammenhang mit falschen Informationen, die in den Medien erschienen sind, möchten wir Folgendes ausdrücklich klarstellen:

Die Botschaft der Republik Polen in Wien war NICHT Organisator oder Partner der Ausstellung „Du sollst dir ein Bild machen” im Künstlerhaus.

Informationen, die auf eine Beteiligung unsererseits an dieser Veranstaltung hindeuten, sind falsch und stellen eine Falschmeldung dar.“

Diese Antwort sehen wir als Versuch, sich nicht in die Blasphemie einzumischen, aber in dieser Situation ist sie leider zu wenig. Hier ist die Antwort von der Aktion „Polska Katolicka, nie laicka”:

„Polnische staatliche Institutionen, die aus Steuergeldern finanziert werden, dürfen gegenüber blasphemischen Provokationen nicht gleichgültig bleiben.

Wenn die polnische Botschaft in Wien weiterhin als Partner des Künstlerhauses auftritt, dann billigt und unterstützt sie de facto eine öffentliche Sünde, die Millionen von Katholiken und Polen beleidigt.

Wenn die Botschaft nichts mit Blasphemie zu tun haben will, sollte sie unverzüglich öffentlich erklären, dass sie kein Partner der Veranstaltung ist, und sich von allen Elementen der im Künstlerhaus präsentierten Ausstellung distanzieren.

Jeder Tag, an dem die Botschaft der Republik Polen in Wien auf der Liste der offiziellen Partner des Künstlerhauses erscheint, ist eine Zustimmung zu dieser Blasphemie.“

Resonanz

Soweit diese Ausstellung zur Kenntnis genommen wurde, war stets eine Welle des heiligen Zorns die Folge.

Mehrere Zeitungen haben davon berichtet und jeder Artikel wurde mit zahlreichen Kommentaren versehen. Fernsehprogramme, Online-Debatten und Stellungnahmen von Privatpersonen und Politikern sind erschienen.

Einige Petitionen wurden auch ins Leben gerufen und Parteien wie die FPÖ und die ÖVP haben sich dagegen ausgesprochen.

Leider, leider, leider … Soweit wir wissen, haben österreichische Vertreter der katholischen Kirche die Ausstellung bisher nur gelobt – und das ist skandalös. Das Künstlerhaus hat sogar Kommentare einiger geistlicher Würdenträger auf der Webseite der Ausstellung veröffentlicht. Hier sind zwei Fälle: „In einer aktuelle Ausstellung stellt die Künstlerhaus Vereinigung bis 8. Februar 2026 herausragende Werke in mehreren Kategorien zur Diskussion.“ – Wiener Dompfarrer Toni Faber

„Du sollst Dir ein Bild machen!“ Ausstellung im Wiener Künstlerhaus – verdientes Prädikat: unbedingt anschauen! Die Schau konfliktreicher Bildversuche im Umfeld christlicher Ikonographie verliert sich nicht in Skandalgeschichten – sie zeigt dennoch die aufregende Palette vom gekreuzigten Frosch des Martin Kippenberger bis zum Würfelkreuz von Markus Wilfling – sie zeigt Deborah Sengls scheinheiligen Beter und das Auferstehungsbild des Thomas Riess. Die Hälfte der Künstler:innen waren in meiner Pfarre St. Andrä in Graz schon dabei, andere bei temporären Anlässen im Innsbruck. Die Ausstellung ist ein Beleg für das unendliche Ringen, um dem Geheimnis Gottes, der sich in eine verwundete Welt eingeschrieben hat, irgendwie gerecht zu werden.

Bischof Hermann Glettler, Innsbruck

Zwei Rosenkranz Sühnegebet

Seitdem Öffentliche Blasphemie erfordert öffentliche Wiedergutmachung! Die TFP Österreich hat die Ehre, zwei öffentliche Rosenkranz-Sühnegebete vor dem Künstlerhaus zu veranstalten.

Zunächst fand am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis mit mehr als 70 Personen und vier Vertretern der amerikanischen TFP statt.

Ein Video wurde danach veröffentlicht und hat nun 297.788 Aufrufe. Hier ist das Video:

Das zweite Sühnegebet fand am Fest der Epiphanie des Herrn statt. Diesmal wurde Weihnachtsmusik gesungen, begleitet von zwei Dudelsäcken. Dabei wurde ein Banner mit der aktuellen Anzahl von Unterschriften gezeigt.

Kein Platz für Blasphemie in Österreich

Niemand hat das Recht, Unsere Liebe Frau oder die heilige Kirche zu verspotten; denn wer die Mutter Gottes oder seine Kirche entehrt, begeht eine Blasphemie gegen Christus selbst. Da Gott überall dort beleidigt wird, wo seine Herrlichkeit geleugnet wird, tragen alle Katholiken die Verantwortung, solche schrecklichen Blasphemien öffentlich anzuprangern.

Denn Papst Pius XI. verurteilte in seiner Enzyklika Quas Primas (1925) einen schwerwiegenden Irrtum unserer Zeit, nämlich die Behauptung, „Christus als Mensch habe keine Macht über alle zeitlichen Dinge. Denn er hat vom Vater ein so unumschränktes Recht über alle Geschöpfe empfangen, dass alles seinem Willen unterworfen ist.“

Als Kinder und treue Verehrer der Muttergottes sollen wir stets bereit sein, sie zu loben und zu verteidigen, sodass ihr Lobgesang auch mit uns in Erfüllung geht.

„Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.”

Denn er hat auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut.

Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.“