Hier sind einige Zitate aus Nachrichten über die blasphemische Ausstellung im Künstlerhaus.
Infovaticana 15. Dezember 2025
Internationale Mobilisierung und Unterschriftenkampagne
Angesichts der Schwere des ausgestellten Inhalts förderten mit der TFP verbundene Vereine eine internationale Protestkampagne und forderten die sofortige Entfernung der Ausstellung. Laut der Organisation sammelte die US-amerikanische Abteilung 23.448 Unterschriften, die eine aus den Vereinigten Staaten angereiste Delegation persönlich der Leitung des Künstlerhaus übergeben wollte.
Der geplante Termin für die Übergabe wurde einseitig abgesagt vom Museum nur wenige Tage im Voraus, eine Geste, die die Organisatoren als Verweigerung interpretieren, auf den Protest Tausender beleidigter Gläubiger zu hören.
Öffentliches Rosenkranzgebet an einem Ort mit hoher Besucherfrequenz
Neben der Unterschriftenkampagne riefen die Organisatoren zu einem öffentlichen Akt der Wiedergutmachung auf, bestehend aus dem Rosenkranzgebet vor dem Gebäude, das die Ausstellung beherbergt. Das Gebet wurde auf Deutsch abgehalten und von traditionellen Gesängen wie dem Credo und der Salve Regina begleitet.
Krone Zeitung 01.12.2025
Philipp Stewart
Für Islam-Schau mehr Platz nötig
Kurator Günther Oberhollenzer reagiert auf „Krone“-Anfrage. Die Kritik werde „sehr ernst“ genommen, doch eine Verletzung religiöser Gefühle sei „nicht die Intention dieser Schau“. Viele Gläubige hätten die Ausstellung als „herausfordernd, aber anregend“ empfunden – auch Geistliche attestierten, die Werke nicht als herabsetzend wahrzunehmen. Den Vorwurf der einseitigen Auswahl weist er zurück.
Das Christentum präge Europas Bildwelt seit Jahrhunderten, deshalb konzentriere sich die Schau auf diese Tradition. Eine parallele Behandlung von Islam und Judentum sei möglich, benötige aber ein völlig anderes Konzept und deutlich mehr Ausstellungsfläche. Fakt ist aber auch, dass Christen aktuell in vielen Ländern verfolgt werden und auch in Österreich verstärkt Angriffe auf christliche Einrichtungen zu verzeichnen sind.
Die Tagespost 13.12.2025,
Fragen stellen sich auch in Bezug auf den Umgang der Kirche mit besagtem Phänomen. Da gibt es einerseits den heiligen Zorn vieler Gläubiger, von denen wohl nur ein Bruchteil von den Petitionen, die aktuell gegen die Wiener Ausstellung unterwegs sind, erfasst wird. Und da ist die vielsagende Wortlosigkeit der Verantwortungsträger. Das schon beinahe sprichwörtlich gewordene Schweigen der Hirten ist deprimierend.
Getoppt wird dies nur durch die Stimmen jener wenigen kirchlichen Vertreter, die sich in Bezug auf die Ausstellung äußern – und zwar positiv. So geschehen etwa durch den Innsbrucker Bischof Hermann Glettler und den Wiener Dompfarrer Toni Faber, deren Wortmeldungen das Künstlerhaus auf seiner Website dokumentiert. Wie man als Bischof angesichts der Verwandlung des Kreuzes durch Latexnoppen in ein „erotisch konnotiertes Objekt“ (vgl. Beiheft zur Ausstellung) oder eines gekreuzigten Frosches auf Instagram posten kann „verdientes Prädikat: unbedingt anschauen“, ist für mich nicht nachvollziehbar.
… Der Angriff im Advent möge uns wachrütteln: „Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf“! Und: Schweigen ist manchmal klug, oft aber auch ein fatales Versäumnis. Wenn DER, auf dessen Geburt wir uns vorbereiten, beleidigt wird, sollten wir sprechen – und zwar vernehmbar und klar!
Der Standard 27. November 2025
Michael Wurmitzer
Die „Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum – TFP“ ersucht in einer online gestarteten Petition, die Ausstellung „Du sollst dir ein Bild machen“ im Wiener Künstlerhaus „umgehend zu schließen“. Der Text richtet sich an Tanja Prušnik, die Präsidentin der Künstlerhaus-Vereinigung.
Religionsfeindlichkeit würde hier die Kunst- und Meinungsfreiheit, instrumentalisieren, „um eine feministische und LGBT-Agenda gegen den katholischen Glauben voranzutreiben“, so hingegen der Petitionstext. „Wir nehmen diese Gotteslästerung nicht hin und leisten entschlossenen, rechtmäßigen Widerstand dagegen.“
Exxpress 13. Dezember 2025
Tamara Todorovic
„Kulturkampf“ geht weiter
Trotz des zunehmenden Drucks zeigt sich das Künstlerhaus unnachgiebig und versendete folgende Stellungnahme in einer Presseaussendung:
„Diesen Forderungen nach Schließung sowie auch allen kunstfeindlichen Äußerungen in diesem Zusammenhang treten wir entschieden entgegen. In Österreich ist die Freiheit der Kunst ein verfassungsrechtlich geschütztes Grundprinzip, das die demokratische Kultur prägt, kritische gesellschaftliche Reflexion ermöglicht und durch den Staat aktiv unterstützt wird.
Die Presse 12.12.2025,
Von Jan Ledóchowski
Die Reaktion des Künstlerhauses und seiner Verteidiger folgt einem Muster, das jeder kennt, der Kinder erzogen hat: „Es war ja nicht so gemeint.“ Die fehlende Verletzungsabsicht wird wie eine Monstranz vorangetragen. Doch im Erwachsenenleben, und erst recht im öffentlichen Raum, zählt nicht nur die subjektive Intention, sondern die Wirkung. Wenn Kuratoren behaupten, solche Darstellungen seien eine „liebevolle“ und „humorvolle“ Annäherung, dann ist das keine Entschuldigung mehr, sondern ein zusätzlicher Affront. Es ist Gaslighting: Man spuckt den Gläubigen ins Gesicht und verlangt dann, dass sie sich für den „stimmigen Dialog“ bedanken. Das ist keine Kunstvermittlung, das ist eine öffentliche Demütigung.