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1. Meditation

Meditationen über das Leiden unseres Herrn Jesus Christus

Plinio Correa de Oliveira

Und er sagte zu seinen Jügern: Wartet hier, währen ich bete. (Markus 14,32)

Jesus hat sich ganz abgesondert. Die Apostel folgten ihm, aber sie litten unter der schrecklichen Trennung von allem, was ihnen lieb geworden war. Sie hatten große Angst vor der Zukunft. Ihre Seelen waren zerrüttet und sie konnten nicht beten. Das war gefährlich, denn wer nicht betet, kann leicht abgleiten. Beten konnten sie nicht. Nach Jerusalem zurück wollten sie nicht. Sie blieben einfach hier und warteten. Jesus ging etwas weiter weg, um allein zu sein. Die Apostel meinten, sie wären Helden, weil sie hier warteten. Sie konzentrierten sich nur auf sich und dachten nicht an den Herrn. Sie wurden von ihrem Schmerz überwältigt. Sitzend und wartend schliefen sie schließlich ein. Bald danach flohen sie!

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Nicht beten, kaum über das Leiden Christi nachzudenken, sich immer nur um die eigenen Sorgen zu kümmern, führt dazu „sitzen zu bleiben“ und Jesus allein gehen zu lassen. Was dann folgt ist Erstarrung, Ermüdung, Unentschlossenheit und letztendlich Flucht.

Welch schlimme Erfahrung für all jene, die sich auf eine lange Reise gemacht haben, um zur Vollendung zu gelangen.

Jesus sagte zu ihnen: „Betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet“ (Lukas 22, 40). Sie beteten nicht und gingen verloren.