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Missbrauchsskandal: Bischöfe müssen zuerst über die Hölle predigen

Mathias von Gersdorff

 

Nach dem Bekanntwerden des Ausmaßes an sexuellen Missbräuchen durch katholische Priester zeigten sich etliche Bischöfe entsetzt, schockiert und beschämt.

Das bedeutet aber nicht, dass sie die richtigen Schlussfolgerungen aus dem Skandal ziehen. Ganz im Gegenteil: Sie klammern sich an ihre liberale Agenda, denken über institutionelle Änderungen nach und mancher meint sogar, die Sexualmoral ändern zu müssen.

 
Die Hölle

Fakt ist: Die Missbräuche sind Folge einer immensen moralischen Verkommenheit der beschuldigten Priester. Die erste Maßnahme, um eine dermaßen große moralische Wunde zu beseitigen, ist das Predigen über die letzten Dinge, vor allem über die Hölle.

Die Bischöfe sollten ihren Priestern klar und deutlich erklären, was sie erwartet, wenn sie auch nur mit einer einzigen ungesühnten und nicht bereuten schweren Sünde sterben:

  1. Das Feuer der Hölle ist nicht wie das Feuer, das wir kennen. Unser Feuer wurde von Gott erschaffen, um uns zu helfen. Das Feuer der Hölle erschuf Gott zur ewigen Bestrafung der Verworfenen. Dieses Feuer erlischt nicht und vernichtet auch nicht die Körper und die Seelen der verdammten. Sie brennen ewig in diesem Feuer. Dieses Feuer erfasst nicht nur den Körper sondern auch die Seele der Verdammten. Jeder Schmerzensschrei dieser Seelen in der Hölle wurde von Gott gewollt. In der Hölle gibt es keine Barmherzigkeit und keine Gnade mehr, sondern ausschließlich die Strafe für die ungesühnten und nicht bereuten Sünden. Die Seelen in der Hölle können aber nicht mehr bereuen, weshalb sie diesem Feuer niemals entkommen werden.
  2. Die Strafen in der Hölle sind nicht für alle gleich. Je mehr und schwerwiegender man gesündigt hat, desto härter sind die ewigen Strafen. Weil Priester besonders berufene Menschen waren, werden sie umso härter bestraft, wenn sie ihre Berufung verraten haben. Priester, die sich wegen sexuellen Missbräuchen schuldig gemacht haben, haben besonders schwerwiegend ihre Berufung verraten, weil sie die Schwäche der Schutzbefohlenen ausgenutzt haben. Während die Verdammten die Strafen in der Hölle erleiden, haben sie stets ihre Sünden vor sich: Den Strafen des Feuers kommt das schlechte Gewissen hinzu. 
  3. Die Theologen erklären, dass die schlimmste Strafe nicht das ewige Feuer ist, sondern die Gewissheit, dass man von Gott für alle Ewigkeit verdammt wurde. Derselbe Gott, der in seiner Güte einen erschaffen hat, mit allen möglichen Gunsterweisungen einen versorgt hat, der seinen Sohn hat leiden und sterben lassen, damit wir von unseren Sünden erlöst werden können, nun dieser Gott wendet sich von uns ab, und erklärt uns seine ewige Ablehnung, weil man seine Gnade abgelehnt hat. Dieses ist das höchste Leiden in der Hölle.
  4. Zu all diesen Leiden kommen andere hinzu: Das Wissen, dass man leicht das ewige Heil erreicht hätte, wenn man Ja zu den Hilfsangeboten Gottes gesagt hätte, um die Sünde hinter sich zu lassen.
  5. Zuletzt eine besonders wichtige Tatsache: Aus der Hölle gibt es kein Entkommen, auch wenn das manche liberale Theologen behaupten. Selbst wenn Gott zulassen würde, dass die Verdammten die Hölle verlassen dürften, würden sie es nicht tun. Denn sie sind in ihrer Sünde fixiert. Die Sünde ist nichts anderes als ein Akt des Hasses gegen Gott (und seine Gebote). Der Verdammte hasst Gott und ist unfähig, ihn zu lieben. Er ist in seinem Hass zu Gott sozusagen für alle Ewigkeit fixiert.
Die letzten Dinge

Die Bischöfe sollten ihren Priestern diese Tatsachen predigen, um eine wahre Läuterung einzuleiten. Die Furcht Gottes ist nämlich der Anfang der Erkenntnis.

Eine Schlussbemerkung: Normalerweise müssten Priester über Themen wie diese Schreiben oder sprechen. Doch offenbar trauen sie sich nicht, weshalb diese Aufgabe wohl Laien übernehmen müssen. 

 

 

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