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Argentinien: Abtreibung scheitert im Senat

Der Senat Argentiniens lehnte heute (9. August 2018) nach einer Marathon-Sitzung mit einer deutlichen Mehrheit ein Gesetzesprojekt zur Liberalisierung der Abtreibung ab.
Mit 38 gegen 31 Stimmen wurde die Gesetzesvorlage abgelehnt, die bereits von der Abgeordnetenkammer angenommen worden war.
Das Gesetzesprojekt sah eine Freigabe von Abtreibungen bis zur 14ten Schwangerschaftswoche ohne Angabe von Gründen vor.
Gegenwärtig sind Abtreibungen im Fall von Vergewaltigung und Lebensgefahr für die Mutter zulässig.
Die Befürworter der Abtreibung verteidigten ihr Ansinnen mit der absurden Zahl von 500.000 illegalen Abtreibungen jährlich.
Zuvor hatte die Abgeordnetenkammer dem Gesetz mehrheitlich zugestimmt. Im Vorfeld der Entscheidung im Senat gelang es den argentinischen Lebensrechtsgruppen massive Proteste durchzuführen. Sie erhielten starke Unterstützung der Kirchen und der Zivilgesellschaft.
Im Senat wurde der Fraktionszwang aufgehoben, was die Aussagekraft der Abstimmung erhöht.  

Die Debatte um die Abtreibung wurde mit hoher Intensität in etlichen lateinamerikanischen Ländern verfolgt. Insbesondere Abtreibungsaktivisten erhofften sich Rückenwind durch eine Liberalisierung in Argentinien. Das Land gilt als eines der konservativsten lateinamerikanischen Länder was Wertethemen anbelangt.

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