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Die Stunde des Wunders

Die westliche Welt beobachtet mit großer Sorge die Ausbreitung des Krieges, den die Vereinigten Staaten von Amerika dem islamischen Terrorismus nach den schrecklichen Anschlägen vom 11.September 2001 erklärt haben. Die ganze Welt ist beunruhigt. Wie in allen Kriegen stehen sich zwei Gegner gegenüber. Auf der einen Seite ein Feind, der sich verborgen hält, ein erbärmliches Wesen, unterernährt, jedoch mit einer schrecklichen Waffe in Händen: die Bereitschaft Selbstmord zu begehen, um Zeugnis für eine irrige Religion abzulegen.

Diese Bereitschaft liegt in einem teuflischen Fanatismus, der von Mord- und Selbstmordanschlägen bis zum Krieg mit biologischen Waffen, die Krankheit, Schmerzen und Tod verursachen, führt. Die moderne Zivilisation dagegen verfügt über Waffen, Flugzeuge und Informationssysteme auf höchstem technischen Niveau, befindet sich aber in einer tiefen moralischen Krise, wie es bisher keine in der Geschichte gegeben hat.

Bräuchten wir heute nicht Kreuzfahrer wie Gottfried von Bouillon, der im 11. Jh. Jerusalem eroberte? Männer ohne diesen schrecklichen Wahn selbstmörderischer Rituale, dennoch bereit, ihr Leben für den wahren Gott und seine heilige Kirche einzusetzen. Diese neuen Kreuzfahrer des 21. Jh. könnten mit modernen Waffen kämpfen, müssten aber die gleiche religiöse und moralische Gesinnung wie die damaligen Kreuzfahrer haben, deren bloße Gegenwart den treulosen Mauren, Anhänger Mohammeds, Angst und Schrecken einjagte.

Und später, der Westen gespalten durch den säkularen Revolutionsprozeß (siehe Plinio Corrêa de Oliveira, Revolution und Gegenrevolution) gab sich dem Vergnügen und der Sünde hin und ließ zu, daß der moralische Verfall in alle Schichten der Gesellschaft eindringen konnte. Ohne, wie seinerzeit, einen Widerstand zu finden, der sie auf ihrem Weg behindern könnte, träumen heute die „Türkensäbel“ wieder davon, das hochheilige Kreuz unseres Herrn Jesus Christus umzustoßen und darüber den Halbmond zu erheben.

Gottfried von Bouillon, von Dornen gekrönt

Es war auch der Geist der Kreuzfahrer, der die christlichen Kämpfer, ermutigt und bestärkt durch die anfeuernden Predigten des Hl. Johannes von Kapistran, im Jahre 1456 zum Sieg gegen die Muslime in Belgrad führte. Auch die christliche Flotte hat 1571, unterstützt durch die innigen Gebete des heiligen Papstes, Pius V. und das wundersame Eingreifen unserer Lieben Frau, Hilfe der Christen, in Lepanto einen triumphalen Sieg errungen.

Dieser Kampfgeist erfüllte 30 Jahre später auch die Katholiken, die unter dem Kommando von Erzherzog Matthias in die Schlacht zogen. Angefeuert von den Worten des Hl. Laurentius von Brindisi besiegten sie 1601 die türkischen Islamiten in der denkwürdigen Schlacht von Stuhlweissenburg in Ungarn.

Der letzte große Sieg der katholischen Kräfte gegen den Islam wurde bei der Türkenbelagerung Wiens in der Schlacht am Kahlenberg im Jahre 1683 errungen. Die Entscheidung wurde herbeigeführt durch das Eingreifen des Königs von Polen, Johann III. Sobieski, der mit einem deutsch/polnischen Entsatzheer die dreimal so starken Türken in die Flucht schlug.

Bei diesen glorreichen Taten wurde die Hilfe unserer Lieben Frau und der Heiligen, spürbar. Wäre es nicht vorstellbar und höchst wünschenswert, daß am Festtag der wundertätigen Medaille am 27. November unsere Liebe Frau der Gnaden wieder in die Geschehnisse eingreifen könnte?

Es ist gut, sich die Botschaft der Mutter Gottes an die Hl. Catherine Labouré bei ihrer ersten Erscheinung am 19. Juli 1830 in Erinnerung zu rufen: „Die ganze Welt wird durch allerlei Übel umgestaltet werden. Alles scheint verloren zu sein. Dann werde ich bei euch sein.“

Solche Worte haben eine besondere Bedeutung, wenn man sich die Vorhersagen unserer lieben Frau von Fatima bei einer ihrer Erscheinungen im Jahre 1917 in Erinnerung ruft: „wenn sich die Menschheit nicht bekehrt, werden harte Strafen über sie kommen“. Und seit dieser Zeit bis in unsere Tage hat sich die Unmoral immer mehr verbreitet und die Menschheit ist immer tiefer in die Sündhaftigkeit geraten.

Gottfried von Bouillon, Eroberung von Jerusalem

Angesichts dieser dramatischen Situation erhebt sich die Frage, ob die schrecklichen Ereignisse vom 11. September 2001 und der darauf folgende Krieg schon einen Teil jener Strafen darstellen, die die göttliche Vorsehung der sündhaften Menschheit angekündigt hat.

In unseren kummervollen Tagen würde das Eingreifen der Hl. Jungfrau gewiß eine Wandlung in der Gesinnung der Katholiken bewirken. Eine Bekehrung, wie in Fatima verlangt, ist Voraussetzung dafür, daß der Geist des Kreuzzuges, der so viele große Kämpfer in der Vergangenheit ermutigt hat, wieder in die Seelen der Christen eindringen kann. Der Artikel„Der islamische Fundamentalismus – die Wahrheit, die verheimlicht wird“, den wir veröffentlichen, könnte ein wertvoller Beitrag sein, um die Seelen für das Verständnis dieser Problematik zu öffnen. Mit dem Artikel „Eine Hilfe, die vom Himmel kommt“ hoffen wir, die Marienverehrung, durch die so viele Gnaden erlangt werden können, vielen Menschen nahe zu bringen.

Lasst uns auf die wundersame Fürbitte der Hl. Jungfrau vertrauen, damit es gelingt, die ungeheuren Schwierigkeiten, in welche die Katholiken gegenwärtig geraten sind, zu bekämpfen und den Geist des Kreuzzuges wieder zu erlangen.

(„Catolicismo“ Nr.611)