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Studenten diskutieren die Herausforderungen in einer entchristianisierten Welt

Sommerakademie 2006
Studenten diskutieren die Herausforderungen in einer entchristianisierten Welt
John Horvat II

Am Ende der Veranstaltung war der gewaltige Eindruck, für die Teilnehmer an der 6. Internationalen Sommerakademie der TFP, spürbar. Nach dem abschließenden Abendessen, während die Kerzen niederbrannten, verließen viele allmählich den prächtigen Ballsaal des Schlosses Löwenstein, während sich andere bis spät in die Nacht unterhielten und die vielen Eindrücke, die gewonnen wurden, austauschten.

Die Konferenz in der Zeit vom 23. – 30.7. wurde von der TFP Frankreich und Deutschland organisiert. „Thema: Was sind die Herausforderungen an den militanten Katholiken in einer entchristianisierten Welt“.

Thema und Ort, reich an Geschichte, trugen dazu bei, daß die fast 150 Teilnehmer sich trotz Sprachbarrieren verbunden fühlten. Delegationen aus Österreich, Deutschland, Polen, Brasilien, Australien, Belarus, den Vereinigten Staaten, Italien und anderen Ländern versammelten sich in dem Schloß aus dem 18.Jh. in einer Atmosphäre von Eintracht und Entschlossenheit.

Ehrengäste

Besonders hervorzuheben ist die Anwesenheit der Pilgerstatue unserer Lieben Frau von Fatima, welche in den ersten 4 Tagen der Konferenz in unserer Mitte war.

Die tägliche Messe wurde von Bischof Juan Rodolfo Laise zelebriert

Bischof Juan Rodolfo Laise, emeritierter Bischof von San Luis, Argentinien und andere geistliche Würdenträger zelebrierten täglich die Messe und hielten Predigten in der reizenden Schlosskapelle.

Ein weiterer Ehrengast war Seine kaiserliche und königliche Hoheit Prinz Luiz von Orleans und Bragança, der mit seinem Vortrag Begeisterung hervorgerufen hat.

 

Aktuelle Gespräche

Die Themen, die bei der Sommerakademie diskutiert wurden, waren höchst aktuell. Die Vorträge von TFP Mitgliedern und Freunden aus der ganzen Welt wurden in sechs Sprachen simultan übersetzt. Basierend auf der Analyse von „Revolution und Gegenrevolution“ von Prof. Plinio Corrêa de Oliveira zeigten die Vortragenden gegenwärtige Probleme auf.

Wer konnte z.B. nicht die Pseudo-Toleranten wiedererkennen, die, wie von TFP-Mitglied José Ureta dargestellt, häufig das Böse in der Gesellschaft tolerieren und moralisch Gutes ablehnen.

Studienkreise

Mathias von Gersdorff, Direktor der TFP Deutschland, hielt einen interessanten Vortrag über eine geopolitische, soziopolitische und politisch-religiöse Vision der Weltkrise im Jahre 2006. Prof. Guido Vignelli beschäftigte sich mit den Mechanismen, die in der modernen Medienwelt benützt werden, um auf die Denkweise der Menschen Einfluß zu nehmen. Ein weiterer Vortrag behandelte die Gleichmacherei und den Liberalismus, wie wir dies in der heutigen Gesellschaft vorfinden.

Es wurden jedoch nicht nur Probleme aufgezeigt, sondern auch Lösungen diskutiert. TFP-Mitglied Julio Loredo befasste sich mit „Der christlichen Ordnung in der Seele, in der Gesellschaft und in den Institutionen“, der Direktor der polnischen TFP Arkadiusz Stelmach zeigte auf, wie „aktuell die Botschaft von Fatima auch heute noch ist“, der Präsident der Französischen TFP Benoit Bemelmans beschäftigte sich mit der Frage „Was ist die Rolle der Gottesmutter im Handeln eines militanten Katholiken?“

Der italienische Dozent Roberto de Mattei setzte sich mit dem aktuellen gegenrevolutionären Kampf im Zusammenhang mit der Theologie der Geschichte auseinander.

Kultureller Eindruck

In diesen Vorträgen wurde den Teilnehmern nicht nur die Christliche Zivilisation nahe gebracht sondern sie wurden auch mit deren Überresten konfrontiert. Ein Konzert in der Abtei

Konzert in der Zisterzienserabteil Bronnbach

Bronnbach, ein Abendessen in der Würzburger Residenz, ein Besuch der Kommende des Deutschen Ordens, all das führte uns vor Augen, was die Christliche Zivilisation war und welche Werte wiedererlangt werden müssen. Das Schloß selbst, noch immer die Residenz von Prinz Löwenstein, ist ein wunderschöner historischer Platz im Herzen Europas.

Die Delegierten aus allen Ländern leisteten ihren eigenen Beitrag zum besseren Verständnis der Werte der christlichen Zivilisation. Alle halfen mit, ein Klima der Eintracht zu schaffen, inspiriert von dem Leitgedanken der Gegenrevolution. Die Teilnehmer konnten über ihre Erfahrungen sprechen und in Studienkreisen ihre eigenen Vorschläge einbringen, also die Theorie in die Praxis umsetzen. Die verschiedenen Delegationen konnten ihre eigenen Aktivitäten und Probleme besprechen.

 

Besuch bei der Festung Marienberg – Würzburg

Details bereicherten den Eindruck

Es waren auch kleine Dinge, die dazu beitrugen, daß die Veranstaltung lange in Erinnerung bleiben wird. Das Abendessen in der Schlossbrauerei mit Volksmusik, der Grillabend im Garten des Schlosses, wo sich die amerikanische TFP-Band mit Dudelsack, Querpfeife und Trommel präsentierte. Wer kann die Anbetung, Tag und Nacht, in der Kapelle vor der Pilgerstatue der Heiligen Jungfrau vergessen? Oder das feierliche Hissen der TFP-Standarte jeden Morgen?

In Kleinheubach herrschte eine Atmosphäre, die einlud zu Unterhaltung und Zielstrebigkeit zwischen den Mahlzeiten, in den Kaffeepausen und bei den kurzen Busfahrten. Auch gab es zahlreiche Gelegenheiten, um gemeinsam für die katholische Sache zu beten.

 

Entschlüsse und Begeisterung

Abendessen in der Residenz bei Würzburg

Das feierliche Abendessen im prächtigen Ballsaal, einem fast märchenhaften Ambiente, war der wunderschöne Ausklang einer sehr arbeitsreichen Woche. Vertreter der einzelnen Delegationen hielten Reden und legten Zeugnis ab. Diplome und Geschenke wurden verteilt. Abschlußredner machten die Teilnehmer noch einmal darauf aufmerksam, welche Kämpfe ihnen bevorstehen.

Als die Nacht langsam zu Ende ging, konnte man noch einmal die Eindrücke einer bemerkenswerten Woche vorüberziehen lassen. Es waren mehr als Eindrücke, jeder fühlte sich durch diese Erfahrungen in seiner Überzeugung bestärkt. Diese Überzeugung und die gefassten Entschlüsse nahmen die Teilnehmer nach Hause mit.

Die „Sommerakademie“ war eine hervorragende Initiative der europäischen TFP. Durch die ausgezeichnete Organisation und Koordination konnten die Teilnehmer den größtmöglichen Nutzen aus dieser Woche ziehen. Alle verließen Kleinheubach mit der Überzeugung, jetzt viel besser gerüstet zu sein, um den Herausforderungen, die den militanten Katholiken in einer entchristianisierten Welt erwarten, entgegenzutreten.