HOME

Einladung

Die Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum und die Aktion Österreich braucht Mariens Hilfe

laden Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich zum Vortrag ein.

Portugal zur Zeit der
Erscheinungen von Fatima

mit Herrn
Dr. Nelson Fragelli
Fatima-Experte
Die Kommunisten waren schon im Jahr 1917 im Begriff, die Macht in Portugal zu ergreifen. Die Kirche war stark verfolgt. Fast alle Ordensleute waren schon des Landes verwiesen. Der Kultus war schwer beschränkt. Die Erscheinungen veränderten schnell diese Umstände. Maria fing an, den Kommunismus schon zu seinem Beginn zu bekämpfen.

Zeit: Freitag, 13. 10. 2017
Beginn: 19:00 Rosenkranzgebet
19:30 Vortrag
Ort: Gußhausstraße 10/19B, 1040 Wien

Um Anmeldung bis spätestens 12.10.2017 wird gebeten.
Tel.: (01)504 6964-24
E-Mail: office@tfp.at

Einladung PDF


Die Radikalität der Gender-Revolution und warum es so wichtig ist, diese zu bekämpfen

Mathias von Gersdorff

13.09.2017

US-amerikanische Nutzer von Facebook können eine von 58 sexuellen Identitäten für ihre Profilangaben wählen. Damit wird in diesem sozialem Netzwerk die in Frageform formulierte Zielvorgabe Judith Butlers in ihrem bekanntesten Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ aus dem Jahr 1990 implementiert: „Wie kann man am besten die Geschlechter-Kategorien stören, die die Geschlechter-Hierarchie (gender hierarchy) und die Zwangsheterosexualität stützen?“

Für Judith Butler ist die „Geschlechtsidentität“ ein Produkt der politischen und kulturellen Machtverhältnisse. Die „binäre Beziehung“ Mann und Frau dient der Aufrechterhaltung einer Machtkonstellation. Um diese zu überwinden, muß der Begriff „Gender“ überwunden werden. „Die Kategorie ‚Geschlecht‘ ist die politische Kategorie, die die Gesellschaft als heterosexuell begründet“, zitiert Butler die Feministin Monique Wittig (1935-2003). Um diese „Machtstrukturen“ bzw. die Polarität Mann-Frau zu überwinden, soll das Geschlecht nicht mehr als „innere Wahrheit“ der Identität gelten, sondern als eine Inszenierung aufgefaßt werden. Dies soll durch das Anstiften einer „Geschlechter-Verwirrung“ (Gender Trouble) geschehen.

Butlers Ausgangspunkt war eine Kritik des klassenkämpferischen Feminismus. Susanne Schröter beschreibt die epochale Bedeutung Butlers in „FeMale –Über Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern (…) seit dem Erscheinen von Judith Butlers Buch ‚Gender trouble‘ (…) ist es populär, von Geschlecht als sozialer Konstruktion zu reden (…)“

Es ging immer schon um mehr

Das Geschlecht wird nicht als fest, sondern als willkürlich aufgefaßt. Das Geschlecht ist vielmehr ein Fluidum von Daseinsformen.

Überraschend ist ein solcher Schritt nicht, denn von Anfang an strebten die Verfechter der „Homo-Ehe“ oder der „gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“ viel mehr an als nur die Durchsetzung der Homosexualität als gesellschaftliche Norm. Sie wollten die Überwindung der Polarität der Geschlechtsformen.

Indoktrination in den Schulen für ein „Fluidum von Geschlechtsdaseinsformen“

Dass  es zumindest für einen Teil der Homo-Lobby von Anfang an um viel mehr ging, als um die Einführung von Sonderrechten für homosexuelle Personen, dokumentiert Stefan Timmermanns „Evaluation schwul-lesbischer Aufklärungsprojekter in Schulen“, „Keine Angst, die beißen nicht!“. Er schreibt: „Ein solcher Perspektivenwechsel muß zusätzlich mit einer Relativierung der Kategorien sexueller Orientierung sowie der Kategorien der Geschlechter einhergehen. Denn die scheinbare Eindeutigkeit konstruierter Systeme, die die Menschen entweder in ‚Männer‘ oder ‚Frauen‘ bzw. ‚Hetero‘-oder ‚Homosexuelle‘ einteilen, ist die Grundlage eines binären, biologischen, essentialistischen, fundamentalistischen und totalitären Denkens, das die Welt nur in Polaritäten wahrnehmen will und kann. … In letzter Konsequenz läuft diese Perspektive auf eine moralische Unterscheidung in ‚Gut‘ und ‚Böse‘ hinaus.

Hier wird deutlich, daß es beim Gerede von „Akzeptanz sexueller Vielfalten“ in Wahrheit um die Implementierung einer Ideologie und einer revolutionären Anthropologie geht und nicht um die Bildung eines Klimas der Toleranz, wie das die Befürworter der Gender-Lehrpläne verharmlosend behaupten.

Für die Sozialingenieure steht schon seit langem fest, daß auch in den Schulen diese Dekonstruktion der „Geschlechtsidentitäten“ hin zu einem Fluidum von „Geschlechtsdaseinsformen“ vorangetrieben werden soll.

Hinter dem Genderismus steht keine Bürgerbewegung

Die Bischofskonferenzen Portugals, Polens und der Slowakei sowie der Bischof von Chur, Vitus Huonder, haben in letzter Zeit Pastoralbriefe gegen den „Genderismus“ veröffentlicht. Papst Benedikt XVI. erklärte zu dieser revolutionären Ideologie am 21. Dezember 2012, also wenige Woche vor seinem Rücktritt: „Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig.“ Er führte aus: „Der Mensch bestreitet, daß er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, daß sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern daß er selber sie macht.“

Für Papst Franziskus ist Gender nichts Geringeres als ein Weltkrieg gegen die Ehe.

Wenn sich Kritik und Widerstand verbreiten, werden sie das vordringen des „Genderismus“ schwächen.

Diese Doktrin ist wider die Vernunft und widerspricht der wahren Anthropologie. Hinter ihr gibt es keine relevante Bürgerbewegung. Der Genderismus ist im wesentlichen ein Produkt von Lobbyarbeit und Medienkampagnen und konnte nur aufgrund der mangelnden Reaktion so weit kommen. Deshalb muß dieser Kampf gegen Gender noch viel größer werden.


 

Wer sind wir?

Die „Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum“ (TFP) ist ein Dachverband von verschiedenen Vereinen mit dem Ziel, die Grundlage der christlichen Zivilisation zu schützen. Sie gehört einer Gruppe von Schwestern-Organisationen von 25 Gesellschaften in Australien, Europa, Nord- und Südamerika an.

Angesichts der Tatsache, dass unsere Kultur sich in einer Krise befindet, ist das Engagement der Österreichischen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP) sehr vielfältig. Um die Krise zu überwinden und unser Land wieder auf einen dauerhaft katholischen Kurs zu bringen, veröffentlicht die TFP Werke und Schriften, veranstaltet Kampagnen, Aktionen und Vorträge.

Insbesondere geht es der TFP darum, die Eckpfeiler einer echten Zivilisation – Tradition, Familie und Privateigentum – wieder aufzurichten.

Die TFP steht im Einklang mit der traditionellen katholischen Sozialehre.

Die Österreichische TFP wirkt seit 2001. Mittels Bücher, Publikationen, Kongresse für Jungendliche und Kampagnen zur Verteidigung der Christlichen Zivilisation macht die TFP auf ihre gesellschaftliche Sichtweise aufmerksam.